![]() |
"Wenn ich immer weiter blicken konnte als andere, dann aufgrund der Tatsache, dass ich auf den Schultern von Riesen stand", beschied sich Sir Isaac Newton im Februar 1676, über seine Entdeckungen räsonnierend. |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
farbtheorieNach Boring (Sensation and Perception in the History of Experimental Psychology, 1942) ist eine Farbtheorie eine (meist spekulative) Annahme über die Prozesse, die sich zwischen dem externen Reiz und der Empfindung bzw. dem Gehirn abspielen. Die verschiedenen Debatten in Kunst und Design, die um Farbmodelle geführt werden, lassen sich bis 1666 zurückverfolgen, als Isaac Newton das erste zirkuläre Farbdiagram entwickelte. Grundsätzlich gibt es in der Theorie sehr unterschiedliche Meinungen zur Anwendbarkeit verschiedener Farbmodelle, in der Praxis aber hat jede begründete Sequenz von Farbtönen ihre Existenzberechtigung. Um farbharmonische Zusammenhänge kennenzulernen, geht man am besten vom einfachen Farbrad aus:
Die verschiedenen Farben im Farbrad haben Beziehungen zueienander, die als Farbharmonie bezeichnet werden. In visuellen Zusammenhängen meint Harmonie eine Balance in der visuellen Rezeption. Extreme Einheitlichkeit kann dabei zu wenig, extreme Komplexität zu viel Aufmerksamkeit abverlangen. Einige Beispiele für harmonische Farbschemata:
Wenn bereits Bildmaterial für die Verwendung im Web vorgegeben wird, bietet es sich an, Schlüsselfarben zu identifizieren und für die Gestaltung des Interface anzuwenden. Besonderer Wert sollte beim Design von GUIs auf Kontraste gelegt werden. Hierzu empfiehlt es sich, zunächst in Graustufen zu layouten und erst nachträglich ein Farbschema einzusetzen. Die Kontextualisierung von Farben mit anderen ist ein sehr komplexes Feld der Farbtheorie. Hier sollten auch die Gestaltgesetze berücksichtigt werden.
Farbwahrnehmung funktioniert also auch relativ. Die Kombination von verschiedenen Farbwerten, Farbsättigungen und Farbtönen kann die Farbwahrnehmung stark verändern. Eine wichtige Rolle für die Farbwahl spielen positive und negative Asoziationen, die mit einer Farbe verbunden werden. Doch Vorsicht: Diese Assoziationen sind extrem subjektiv und kulturell determiniert. Eine Darstellung möglicher Assoziationen liefert folgende Tabelle:
Farbtheorie: Kann im Netz vertieft werden... Dieses Tutorial befasst sich explizit mit Farben im Webdesign. Harald Küppers ist einer der bekanntesten Farbexperten der Gegenwart. Historisches Grundlagenwissen vermittelt The Theory of Colour in Science and Art. Color Matters nähert sich dem Thema Farbe multidisziplinär.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||